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Bolivien: Krieg ums Gas

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"Einzelpersonen haben internationale Verpflichtungen, welche die nationale Verpflichtung zu Gehorsam übersteigt, ... Deshalb haben [einzelne Bürger] die Pflicht, nationale Gesetze zu verletzen, um Verbrechen gegen den Frieden und die Menschlichkeit zu verhindern. "
Nürnberger Kriegsverbrechenstribunal, 1950
Dringender Spendenaufruf Genua G8
Die Prozesse rund um die Geschehnisse des G8 in Genua gehen weiter - "Supportolegale", die juristische Unterstützung, nur, sofern jetzt genügend Geld dafür gesammelt werden kann. Deswegen hier ein Aufruf zu Solibars, -feste und -konzerten sowie sonstigen Spenden.

über die phase1:
phase 1 ist eine politische Organisation, die Teil ist der radikalen linken Bewegung. Bei phase 1, die im Januar 2000 als Verein in Luzern gegründet wurde, sind Leute aus unterschiedlichen linken Zusammenhängen aktiv: Leute aus autonomen und antifaschistischen Kreisen, aktuelle und ehemalige Mitglieder traditioneller ArbeiterInnenparteien (PdA, SAP, POCH, Izquierda Unida bzw. PCE Spanien, JUSO), Gewerkschafter und Unabhängige.
Nach dem Zerfall der Staaten im Ostblock, der anschliessenden Lähmung der Linken, der Auflösung traditioneller linker ArbeiterInnenparteien und dem neoliberalen Kurs der Sozialdemokratie waren wir Linken in der Stadt Luzern gezwungen, unsere Kräfte zu bündeln und die ideologisch bedingten Gräben zu überwinden. Was uns Mitglieder von phase 1 verbindet, ist die Analyse der Klassen- und Herrschaftsverhältnisse, die Freude am dialektischen Diskurs und die Einsicht in die Notwendigkeit gesellschaftlicher Veränderung. Unsere Ansichten sind Ausdruck unterschiedlicher linker Positionen und Bestandteil der pluralistischen Zusammensetzung von phase 1. Unsere internen Debatten erachten wir als notwendig und konstruktiv.
Wir engagieren uns im antikapitalistischen und antifaschistischen Kampf und sind der Meinung, dass die herrschenden Verhältnisse auf der Welt nicht akzeptiert werden können. Bezüglich unserer Praxis verstehen wir uns als Teil des antikapitalistischen Netzwerkes, das im Zusammenhang mit dem globalisierten" Widerstand gegen den entfesselten neoliberalen Kapitalismus an Bedeutung gewonnen hat. Bezüglich unserer ideologischen, inhaltlichen Ausrichtung sowie unserer internen Organisationsstruktur gehen wir mit phase 1 andere Wege als viele Gruppen, welche die Anti-Globalisierungsbewegung mit tragen. Wir sehen die Reflexion und Überwindung sämtlicher Ausbeutungsverhältnisse als notwendig, um eine herrschaftsfreie Gesellschaft zu erreichen. Wir wollen einen Sozialismus entwickeln, der den Anforderungen der heutigen Zeit standhält, der den komplexen gesellschaftlichen Verhältnissen Rechnung trägt. Wir lassen die Erkenntnisse vergangener Jahrzehnte in Theorie und Praxis einfliessen und reflektieren laufend alle ökonomischen, technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen. Wir betreiben Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, indem wir Kundgebungen, Podiumsdiskussionen und Informationsveranstaltungen organisieren. Zentrale Bedeutung hat bei phase 1 die interne Weiterbildung und die Auseinandersetzung mit verschiedenen linken Theorien. Wir arbeiten - wenn immer möglich und sinnvoll - mit befreundeten Organisationen und Bündnissen zusammen, um eine weitreichende Vernetzung linker Kräfte zu erreichen.
Luzern, April 2001
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