24. April 2001

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"Die Sicherheit könnte nicht garantiert werden"


Die frühere «Flugzeugpiratin» Leila Khaled kann nicht wie vorgesehen im «Barfüesser» auftreten. Die Mietvereinbarung wurde kurzfristig annulliert. Aber sie kommt doch.


Offensichtlich sind viele dagegen, dass die ehemalige palästinensische Flugzeugentführerin Leila Khaled in Luzern auftritt. Vorgesehen war dies am 28 April im Pfarreiheim «Barfüesser» der Pfarrei St. Maria zu Franziskanern, organisiert von der linksgerichteten Luzerner Organisation Phase1.

Der Gewalt nicht abgeschworen

Daraus wird nichts. Die Pfarreileitung hat ? nach einer Analyse der Situation ? beschlossen, dass sie den Entscheid zurücknimmt, das Pfarreiheim für die geplante Veranstaltung mit Leila Khaled zur Verfügung zu stellen. Dies hat sie gestern mitgeteilt. Offensichtlich wuchsen die Bedenken parallel zur Veröffentlichung über das Vorhaben der Phase1 im «Barfüesser» (siehe Neue LZ, 19. April) sowie auf Grund verschiedener Reaktionen von Pfarreiangehörigen. Luzerner Politikerinnen und Politiker hatten sich kritisch über die umstrittene Person Khaled und ihren vorgesehenen Auftritt im «Barfüesser» geäussert. Eine ehemalige Flugzeugentführerin sei nicht die richtige Person, die eine Friedensbotschaft vermitteln könne, lautete der Tenor. Wir erhielen viele kritische Anrufe und Faxe», betont Franziskanern-Pfarrer Justin Rechsteiner. Und: «Wir hatten wohl die Situation unterschätzt.» Zahlreiche engagierte Pfarreiangehörige hätten sich besorgt darüber geäussert, dass in ihrem Pfarreiheim eine «militante, der Gewalt nicht abschwörende Palästinenserin auftreten soll».

Den Sorgen Rechnung tragen

Schliesslich befürchtet die Pfarreileitung, dass «auf Grund der Publizität die Veranstalter die bei der Vermietung eingegangene Bedingung eines bloss kleinen Anlasses mit fünfzig Personen nicht einhalten und auch die Sicherheit nicht garantieren können».