30. April 2001

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Leila Khaled rief zum Druck gegen Israel auf


Die Palästinenserin Leila Khaled hat in Luzern ihre Vortragsreise durch die Schweiz eröffnet. So gross der Wirbel vorher, so normal verlief der Auftritt.
atz. Leila Khaled trat am Samstagabend im Saal des Restaurants Parterre in Luzern auf. Hierher waren die Veranstalter, die linke Gruppierung Phase 1, ausgewichen, weil ihnen der zunächst zugesagte Raum im Pfarreizentrum Barfüsser wieder abgesagt worden war. Obwohl der neue Ort nicht öffentlich bekannt gemacht worden war und das Publikum sich voranmelden musste, kamen rund 80 Personen.Leila Khaled verglich die israelische Politik gegenüber den Palästinensern mit dem Apartheidregime in Südafrika und rief zum Boykott israelischer Waren auf, um Israel unter Druck zu setzen. Für die nahe Zukunft fordert sie einen palästinensischen Staat in den 1967 von Israel besetzten Gebieten inklusive Ostjerusalems, später dann einen einzigen Staat mit Juden, Christen und Muslimen auf demokratischer, nichtreligiöser Grundlage.Diskussionen hatten Leila Khaleds Auftritte zum Voraus ausgelöst, weil sie 1969/70 an zwei Flugzeugentführungen teilnahm und auch heute Gewalt als Mittel im Kampf ihres Volkes für seine verbrieften Rechte nicht ablehnt. Ihrem Luzerner Auftritt folgte gestern eine Veranstaltung in der Berner Reithalle. Heute spricht sie in Genf, morgen ? im Rahmen der Feiern zum Tag der Arbeit ? in Zürich. Seite 34, Kommentar 5. Spalte