Leila Khaled spricht in Luzern mit der Presse.
Der Luzerner Auftritt der umstrittenen palästinensischen Freiheitskämpferin Leila Khaled ist friedlich und engagiert verlaufen. Rund 80 Palästina-Interessierte lauschten am Samstagabend im Restaurant Parterre den Worten Khaleds.
Das Publikum setzte sich vorwiegend aus Kreisen links der SP sowie Immigrantinnen und Immigranten aus arabischen Ländern zusammen. Luzerner Regierungsmitglieder und Parteivertreter haben den Anlass nach ihren Vorwürfen gegen Khaled offenbar boykottiert. Die Veranstalter von phase 1 zeigten sich darüber enttäuscht.
Auf dem Podium sass nebst der in der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) aktiven Leila Khaled Saïda Keller Mesahli von der Gesellschaft Schweiz-Palästina. Durch den Abend führte Birgit Althaler von der monatlich erscheinenden aussenpolitischen Publikation «le monde diplomatique»
Leila Khaled erklärte in ihrem Referat die Wurzeln des Palästina- Konflikts und umriss das Leiden ihres Volkes. Ihre Hauptforderung ist das Rückkehrrecht für die seit 1948 vertriebenen Flüchtlinge. Dies fordert auch die Uno-Resolution 194.
Als Utopie umriss Khaled in Luzern zudem das Bild eines demokratischen palästinensischen Staates mit gleichberechtigt zusammenlebenden Bevölkerungsgruppen. Doch als ersten Schritt dazu müsse Israel das Existenzrecht des palästinensischen Volkes anerkennen.
Nach über drei Stunden wurde der Abend beendet. Khaled freute sich sichtlich über die Blumen, die sie erhielt. Sie seien Symbol dafür, dass es in Luzern nicht nur Widerstand gegen ihren Auftritt gegeben habe. Nach der Kündigung des Barfüesser-Saals hatte kurzfristig ein neuer Veranstaltungsort gefunden werden müssen.
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