27. Okt. 2003

organisert von Vorwärts, Correos de Centroamerica in zusammenarbeit mit Boa und Phase1

Die linke Wochenzeitung Vorwärts und der Correos de Centroamerica organisieren gemeinsam eine Tournee mit der venezolanischen Genossin Zenaida Da Costa Suarez.
Zenaida wird eine Einführung in den bolivarianischen Prozess machen und vor allem aus der Perspektive der Basisbewegungen erklären, was in Venezuela geschieht. Ihr Auftritt wird begleitet werden durch einen Deutsch untertitelten Dokumentarfilm über den Prozess (?Un?altro modo è possibile?).
Zenaida Da Costa Suárez ist Mitglied von ANROS (Asociación de Redes y Organizaciones Sociales). (http://agora.ya.com/anrosweb/), ist Journalistin und hat Wirtschaft sowie Kommunikationswissenschaften studiert und später noch einen Magister in venezolanischer Literatur gemacht. Aktuell arbeitet sie im Pressebüro der venezolanischen Nationalversammlung. Sie ist seit vielen Jahren, Jahrzehnten politisch aktiv und hat sich vor allem auf Basisarbeit und die Methodologie von Basisarbeit konzentriert. Aktuell bei ANROS ist sie in der Arbeitsgruppe zur Methodologie von Gemeinschafts- und Basisarbeit aktiv. Sie ist auch in der sozio-kulturellen Stiftung Churata zum gleichen Thema bezüglich der Basisbeteiligung an sozio-kulturellen Projekten tätig. Darüber hinaus ist sie in der venezolanischen Gruppe des Observatorio de medios (Medienobservatorium).
(http://www.observatoriodemedios.org.ve/) Dieses analysiert Medien, ihre Funktion und Arbeitsweise in der Gesellschaft und sozialen Konflikten aus einer linken, progressiven und wissenschaftlichen Perspektive.

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20. Okt. 2003
Bolivien: Solidaritätserklärung


Wir grüssen die bolivianischen BäuerInnen und ArbeiterInnen, die mit ihren Streiks, Blockaden und Demonstrationen der vergangenen Wochen den 'Gringo' Gonzalo Sánchez de Lozada vom Präsidentensessel gestürzt haben. Unsere Anteilnahme gilt den Angehörigen der über 80 Compañeras und Compañeros, die sterben mussten, weil der 'Gringo' seine neoliberale Politik zuletzt noch mit Waffengewalt durchsetzen wollte.
Der Widerstand gegen den Bau einer Gaspipeline ist eine wichtige Etappe im Kampf gegen die Privatisierung und den Ausverkauf der Reichtümer des Landes. Er richtet sich gegen eine Politik, die die Reichen noch reicher macht und die Armen noch ärmer. Die sozialen Bewegungen von Bolivien haben in den letzten Wochen gezeigt, dass ein organisiertes Entgegentreten von unten erfolgreich sein kann. Sie sind Vorbild für die internationale Bewegung der antikapitalistischen Linken. Unsere Solidarität mit den bolivianischen Compañeras und Compañeros schliesst unser Engagement gegen den Neoliberalismus in der Schweiz mit ein: Sei es gegen die Liberalisierung des Strommarktes, sei es gegen die Privatisierung des öffentlichen Verkehrs, sei es gegen die massiven Steuergeschenke an die Reichen oder gegen den Rentenklau. Die Blockade gegen den Neoliberalismus geht einher mit dem Entwurf einer Gesellschaft, die auf der gerechten Verteilung der Reichtümer aufbaut. Es gilt, eine andere Welt zu schaffen: Eine Welt, in der jeder Mensch gleich viel Mensch ist.

Un otro mundo es possible y necesario!

phase 1
Luzern, 20. Oktober 2003
19. Okt. 2003 Die phase 1 und die Wahlen vom 19. Oktober

Warum sich die phase 1 nicht an den Wahlen beteiligt - diese Frage wird uns gegenwärtig oft gestellt. Im Folgenden unsere Stellungnahme:

Das nationale Parlament ist eine zentrale Institution der bürgerlichen Demokratie und demzufolge keine, um die notwendigen Veränderungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik voranzutreiben. Soziale Ungleichheit, Verarmung, Ausschluss aus dem sozialen und kulturellen Leben, ökologische und ökonomische Zerstörungen - all dies verlangt nach radikalen Änderungen des bisherigen Wirtschaftens und Politisierens. Das Parlament wird solche Änderungen nicht bringen.

Das Parlament ist in keiner Weise repräsentativ, solange 1 Million ArbeiterInnen in der Schweiz wegen ihrem ausländischen Pass kein Wahlrecht haben, solange nur eine Minderheit sich an den Wahlen beteiligt und solange Geld für den Wahlerfolg ausschlaggebend ist.

In den letzten Jahren haben sich weltweit soziale Bewegungen gebildet, welche die demokratische und basisorientierte Selbstorganisation und den Widerstand gegen die Mächtigen und Reichen dieser Welt zum Ziele haben. Entstanden sind internationale Netzwerke, in denen sich ArbeiterInnen und Arbeitslose, BäuerInnen und Landlose, Frauen und indigene Völker organisieren. Unter dem Leitsatz "Eine andere Welt ist nötig und möglich!" entwerfen sie sukzessiv eine Alternative zum herrschenden Kapitalismus. Diese Alternative wird eine solidarische Gesellschaft sein, geprägt von Selbstbestimmung im Leben, frei von Konsumzwang und Entfremdung in der Arbeit.

Daher finden wir die relevanten politischen Prozesse und unsere Tätigkeitsfelder im Alltag, in den vielfältigen Widersprüchen des Arbeitsalltages, in den kreativen Auseinandersetzungen des Kulturlebens, in der Aneignung und Gestaltung unserer Lebensräume und im solidarischen Zusammenleben. Wir sind Teil der internationalen Bewegung gegen Krieg, Imperialismus und Neoliberalismus.

phase 1

9. Okt. 2003
6. Sept. 2003
27. Mai 2003
14.-17. Mai 2003
1. Mai 2003
5. April 2003
29. März 2003
20. März 2003

Mediencommunique phase 1

Friedenskundgebung heute um 19.30 beim Luzerner Theater

Millionen von Menschen sind in den vergangenen Wochen auf die Strassen gegangen, um gegen einen Krieg im Irak zu protestieren. Auch in der Schweiz hat sich eine starke Friedensbewegung entwickelt. Sie wird von weiten Teilen der Bevölkerung getragen. Massgeblich beteililgt sind SchülerInnen und Lehrlinge.
Jetzt hat die US-Regierung den befürchteten Krieg mit voller Kraft begonnen und den Irak aufgrund ihrer wirtschaftlich-politischen Ziele angegriffen. Einmal mehr trifft es die Zivilbevölkerung im Irak, welche aufgrund des US-Embargos schon stark gelitten hat. Letztlich steht hinter der Aggressionspolitik der US-Regierung die Logik einer kapitalistischen Weltordnung, inder imperialistische Mächte sich um Rohstoffe und imperiales Prestige streiten.

In unzähligen Städten finden heute Proteste gegen den Krieg statt. Dazu gehören auch Streiks und Manifestationen von SchülerInnen. Auch in Luzern ist seit heute Morgen ein SchülerInnenstreik und eine Demonstration durch Luzern im Gange.
Abschluss des ersten Protesttages bildet um 19.30 Uhr beim Luzerner Theater eine grosse Kundgebung von jungen und alten Friedensbewegten. Ein Antikriegsbündnis, dem auch die phase 1 angehört, ruft die LuzernerInnen auf, zahlreich an der Kundgebung zu erscheinen.

Die phase 1 fordert die Bevölkerung ausserdem dazu auf, über den heutigen Tag hinaus mit vielfältigen Aktionen gegen diesen imperialistischen Krieg zu protestieren.

Stop the war! Peace!

Phase 1

Luzern, den 5. März 2003

Einladung zu einer Medienkonferenz am 10. März 2003, 11.00, Boa-Kulturzentrum, Geissensteinring 41, Luzern.


VERZICHT AUF US-AMERIKANISCHE PRODUKTE WELTWEIT
LUZERNER AUFRUF GEGEN DEN KRIEG



Die Luzerner politische Organisation Phase 1, die in der Globalisierungsbewegung verankert ist, organisiert eine Kampagne zum Verzicht auf den Konsum und den Verkauf US-amerikanischer Produkte. Sie hält wirtschaftlichen Druck auf US-amerikanische Unternehmen für ein taugliches Mittel gegen den drohenden Krieg.

In wenigen Tagen oder Wochen werden die USA und ihre Verbündeten den Irak mit Krieg überziehen. Vorgeschobener Grund ist die Entmachtung eines Diktators, der über Massenvernichtungswaffen verfügen soll, Massenvernichtungswaffen, wie sie zu Tausenden in den Arsenalen der USA und anderer kriegerischer Mächte lagern.

Eigentliches Kriegsziel ist jedoch die Kontrolle über die riesigen irakischen Erdölreserven durch die USA und die Installation eines Vasallenregimes in Irak, ähnlich wie in Afghanistan. Dutzende von Diktatoren und Regierungen auf der ganzen Welt knechten ihre Bevölkerung, aber die meisten von ihnen sind mit den USA verbündet und können Menschenrechte verletzen oder Massenvernichtungswaffen besitzen, ohne dass sie mit Krieg überzogen werden.

Es geht nicht darum, das Überleben eines Diktators zu ermöglichen, es geht darum, Millionen von unschuldigen Menschen wie du und ich vor dem todbringenden Krieg zu bewahren. Leiden wird das irakische Volk, genauso, wie die Völker in der Vergangenheit schon unter dem Krieg gelitten haben, seit Jahrhunderten, zu Zeiten des nationalsozialistischen Terrors und den vielen mit Massenvernichtungswaffen geführten Kriegen danach. Menschen, die in der humanistischen Geistestradition stehen haben sich schon immer gegen den Krieg gewehrt. Kein Mensch soll sagen können, er hätte von nichts gewusst.

Verzicht auf den Konsum und den Verkauf us-amerikanischer Waren ist ein taugliches Mittel, um Druck auf die US-Regierung auszuüben, den Krieg nicht zu beginnen oder ihn zu beenden. Der Friedensforscher Galtung hat in einer wissenschaftlichen Analyse festgestellt, dass schon ein Einbruch von 3 % beim Verkauf US-amerikanischer Produkte die amerikanischen Firmen dazu bringen wird, Druck auf ihre Regierung auszuüben, weil sie nichts so sehr fürchten, wie den Verlust von Marktanteilen.

Phase 1 ruft die Bevölkerung auf, zum Protest gegen den Krieg um Erdöl, ab sofort keine US-amerikanischen Produkte mehr zu kaufen und die Verkäufer solcher Produkte darauf aufmerksam zu machen, dass auch sie mit dem Verkauf dieser Produkte helfen, den Krieg zu finanzieren.


Anschliessend an die Medienkonferenz findet eine Podiumsdiskussion statt.

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25. Januar 2003
17./18. Januar 2003