Aufgrund einer Verwaltungsbeschwerde der Organisatoren der Demonstration gegen Rassismus und die 18%-Initiative am 16. September in Emmen und Luzern fand am Montag eine Instruktionsverhandlung mit den zuständigen Behörden statt. Dabei konnten die Organisatoren entgegen der ursprünglichen Bewilligung ihre Vorstellung durchsetzen.
Gestern fand unter der Federführung des kantonalen Baudepartements eine Instruktionsverhandlung zwischen den Organisatoren der Demonstration in Emmen und Luzern einerseits sowie den betroffenen Behörden (Vertreter der Gemeinde Emmen und der Stadt-, der Kantons- und der Gewerbepolizei) statt. Bei dieser Verhandlung erzielte das Komitee 16. September einen Erfolg. Die Demoroute entspricht ihrem Kompromissvorschlag und verläuft wie folgt:
Besammlung Bahnhof Emmenbrücke 14.30 Uhr. Die Route führt über den Seetalplatz zur Reussinsel und weiter über den Xylophonweg. Bei der St. Karlibrücke gibt es eine Zwischenkundgebung mit Redebeiträgen. Am Kreuzstutz mündet die Demo in die Baselstrasse und weiter über die Geissmattbrücke in die Luzerner Altstadt. Die Schlusskundgebung ist auf der Bahnhofstrasse Luzern vor der Seebrücke.
Das Komitee 16. September ist mit dieser Route zufrieden. Es freut sich über das Verständnis, welches das federführende Baudepartement und die beteiligten Behörden dem Anliegen der Organisatoren entgegenbrachten. Das Komitee zeigte sich insofern kompromissbereit, als dass durch diese Routenwahl die Verkehrsbeeinträchtigung auf der Hauptstrasse Emmen-Luzern auf das notwendige Minimum beschränkt werden kann und trotzdem die Demonstration auf der Strasse durch Wohngebiete geführt wird, die traditionell einen grossen Ausländeranteil aufweisen.
Das Ergebnis der Verhandlung ist sehr zu begrüssen. Es wird der hohen erwarteten Teilnehmerzahl gerecht. Es sollte nun nichts mehr im Wege stehen, an der Kundgebung ein deutliches Zeichen gegen Ausländerfeindlichkeit, die aufkommenden neonazistischen Tendenzen sowie gegen die 18%-Initiative und für Toleranz und Solidarität zu setzen.
Die Organisatoren erwarten unter dem Motto "Solidarität mit den Betroffenen" eine grosse, eindrückliche, friedliche und bunte Demonstration. Sie rufen angesichts der Brisanz des Themas zu zahlreicher Teilnahme auf.
Komitee 16. September, Emmen