In dieser Rubrik geben wir denen eine Stimme, die sonst nicht zu Wort kommen. Schickt also Eure Presse-Communiqués, Flyers, etc. an news@phase1.net.Wir werden sie hier veröffentlichen.Die News-Redaktion ist sich bewusst, dass es eine "objektive Berichterstattung" nicht geben kann. Sprache und Wertvorstellungen zeugen vom politischen Standpunkt des Autors bzw. des Mediums. Es sei deshalb darauf hingewiesen, dass auf der News-Seite teils auch Beiträge aus bürgerlichen Medien ihren Platz einnehmen, deren Gehalt an Information wir als sehr hoch einschätzen. Wir distanzieren uns aber von der Sprache und der Ideologie, welche in diesen Artikeln zum Ausdruck kommt.
|
||||||||||||||||||
In Nepal findet ein Aufstand statt, welcher von den Medien kaum wahrgenommen wird. Wir möchten versuchen anhand von mehreren Artikeln einen Überblick über die Situation zu geben.
|
|
|||||
Zürich - Der Zürcher Stadtrat unternimmt alles, um den Krawall auch dieses Jahr zu garantieren. Das hat er diese Woche mit einer markigen Mitteilung klar gemacht: Er dulde keine Nachdemo, heisst es darin, und weiter: «Die Polizei hat vom Stadtrat einen entsprechenden Auftrag erhalten.»Der Stadtrat hätte auch schreiben können, er dulde keinen Schnee im Winter. Oder keinen Böögg am Sechseläuten. «Diese Mitteilung ist die dümmste Idee», spottet ein altgedienter Stadtpolizist, der sich mit Nachdemos am 1. Mai auskennt. «Es geht so oder so etwas ab», prognostiziert er und trifft sich da mit der Voraussage des Revolutionären Aufbaus, der auf seiner Homepage unbeirrt zur Nachdemo im Anschluss an die offizielle 1.-Mai-Schlusskundgebung aufruft. «Das ist ein politischer Entscheid, da dürfen wir keine Fragen stellen» Wenn der Stadtrat tatsächlich keine Nachdemo duldet, muss er frühzeitig eingreifen lassen. Das heisst: Zugriff auf dem Sammelplatz. Und da liegt das Hauptproblem des Stadtrates. Den Start zur Nachdemo hat er selbst vom Helvetiaplatz in eine heikle Zone verschoben. Die offizielle Schlusskundgebung - das ist immer auch der Start zur Nachdemo - findet heuer erstmals auf dem Bahnhofplatz statt. Zum Wechsel kam es, weil der Stadtrat die Nachdemo örtlich vom 1.-Mai-Festgelände trennen wollte. Nach zähen Verhandlungen mit dem 1.-Mai-Komitee schlug die Stadt den Bahnhofplatz vor. Ein Entscheid, der nicht nur bei Polizeitaktikern Kopfschütteln auslöste: «Das darf ja nicht wahr sein», war die Reaktion von Robert Ober, Präsident der Vereinigung Einkaufszentrum Shop-Ville, dessen unterirdische Geschäfte am 1. Mai geöffnet sind. Und Markus Hünig von der Vereinigung Bahnhofstrasse doppelt nach: «Wir sind gar nicht glücklich.» Er wolle aber lieber nichts sagen, was zu einer unnötigen Eskalation führen könnte, erklärt Hünig seine zahmen Worte. Bei den offiziellen 1.-Mai-Veranstaltern, die lieber den Münsterhof gehabt hätten, befürchtet man im Falle eines Zugriffs auf dem Bahnhofplatz «ein Massaker». Selbst bei der Stadtpolizei herrscht Unmut über den Standort, was deren Sprecher aber nur verklausuliert sagt: «Das ist ein politischer Entscheid, da dürfen wir keine Fragen stellen», meint Walter Gehriger. Fragen stellen durfte auch der Kanton nicht, der bei Demos in der Stadt jeweils den Bahnhof zu schützen hat. Den Entscheid der Stadt erfuhr man dort aus den Medien. Was das notorisch schlechte Einvernehmen zwischen der kantonalen Polizeidirektorin Rita Fuhrer (SVP) und ihrer städtischen Amtskollegin Esther Maurer (SP) nicht verbesserte. «Wir bedauern, dass der Kanton nicht vor dem Standortentscheid einbezogen wurde», sagt Fuhrers Sprecherin. Immerhin müssen die kantonalen Polizisten nicht nur den Bahnhof mit all den Ausflüglern, sondern auch das Labyrinth Shop-Ville beschützen. Baustellen werden abgeräumt, um kein Wurfmaterial zu bieten Esther Maurer hatte im März der NZZ in einem Interview noch gesagt, im Gezerre um den Standort für die Schlusskundgebung sei eine «echte Win-Win-Situation» entstanden und hat behauptet, am Bahnhofplatz könne die Polizei «leichter den Überblick bewahren». Ihr Sprecher Reto Casanova ist inzwischen vorsichtiger: «Es ist kein Super-Standort, das ist klar.» Die Baustellen in der Nähe würden immerhin so gut wie möglich abgeräumt, um kein Wurfmaterial zu bieten. Ansonsten müsse man flexibel reagieren: «Drücken Sie uns die Daumen!» |
|||||
|
|||||
| In der Nacht vom Freitag den 27. auf Samstag den 28.4.2001 wurde ein Farbanschlag auf das "provisorische" Polizeigefängnis bei der zürcher Kaserne verübt. Der Bau dieses Gefängisses wurde der Bevölkerung im Abstimmungskampf als provisorisch versporchen, woran inzwischen niemand mehr glaubt, denn es steht schon doppelt so lange, wie einmal behauptet... | |||||
|
|||||
| Mehr als 2000 Personen beteiligten sich an einer Demonstration gegen das Treffen der Finanz- und Wirtschaftsminister der EU (Ecofin) in Malmoe in Schweden am 21. April. Das Fruehlingswetter sorgte fuer gehobene Laune, als die Demo losging. Nach nur ein paar hundert Metern stuermte jedoch Riot-Polizei die Demo, isolierte 229 DemonstrantInnen und nahm mit brutaler Gewalt Festnahmen vor. Die Medien zeigen Bilder von DemonstrantInnen, die von Polizisten mit Riot-Ausruestung und unbewegten Gesichtern mit Faeusten und Knueppeln geschlagen und ueber den Asphalt gezogen werden. Ein Mitglied des EU- Parlaments von der schwedischen Gruenen Partei wurde auch festgenommen, als er gegen die offensichtliche Polizeibrutalitaet protestierte. Seine Einlassungen, er geniesse als EU-Parlamentarier Immunitaet, traf auf von Adrenalinstoessen taub gewordene Ohren. Die DemonstrantInnen im Kessel wurden ueber 2 Stunden einzeln nacheinander abtransportiert und wurden Opfer von Brutalitaeten und Erniedrigungen - alles, waehrend Medien und andere DemonstrantInnen hinter den schwerbewaffneten Polizeiketten zusahen. Nach der ueberzogenen Polizeiaktion wurde erklaert, dass das Vorgehen der Polizei von ein paar am Versammlungspunkt der Demo geworfenen Eiern ausgeloest worden sei. Die Polizei ging beritten sowie mit dem K9-Corps und einem Hubschrauber gegen die Demo vor, und ein Demonstrant leerte in Selbstverteidigung einen Feuerloescher gegen einen berittenen Polizisten. Dadurch scheute das Pferd - was von der Polizei als weiterer Vorwand benutzt wurde, um ihr Vorgehen zu rechtfertigen. Der festgenommene EU- Parlamentarier, mehrere misshandelte DemonstrantInnen und einzelne Polizeibeamte [sic!] haben Anklagen gegen das Vorgehen der Polizei vorgebracht. Es wurde auch gesagt, dass die Identifizierung der brutalsten Beamten schwierig wird, da sie ihre Dienstnummern von den Helmen entfernt hatten. Das Vorgehen der Polizei in Malmoe it ein Beispiel fuer das beabsichtigte Vorgehen der schwedischen Polizei sowie fuer die Methoden, mit denen "der Dialog gefoerdert" werden soll zwischen den GegnerInnen der EU und der unsozialen und neo-liberalen Politik der schwedischen Regierung und ihrer Vertreter. Wir sehen uns im Juni in Goeteborg! > > -- > AFA GBG 2001 > c/o AFA-Stockholm > Box 381 96 > 100 64 Stockholm > Sweden > gbg2001@motkraft.net > www.motkraft.net/gbg2001 |
|||||
|
|||||
| Mit Tränengas und Wasserwerfern gegen Demonstranten Der am Sonntag beendete panamerikanische Gipfel von Quebec hat dem Projekt der Schaffung einer Freihandelszone von Alaska bis Feuerland neuen Schwung gegeben. Kanadas Premier war bemüht, sich zum Sprachrohr demokratischer Anliegen zu machen. Die Ausschreitungen unzufriedener Demonstranten hielten sich in Grenzen. cja. Ottawa, 22. April Der Freihandelsgipfel der Amerikas in Quebec ist am Sonntag mit der Unterzeichnung einer politischen Deklaration beendet worden, die nach Ansicht der 34 teilnehmenden Staats- und Regierungschefs dem bis 2005 zu verwirklichenden Projekt einer panamerikanischen Freihandelszone (FTAA) von Alaska bis Feuerland neuen politischen Schwung verleiht. Kanadas PremierministerChrétien war als Gastgeber bemüht, das dreitägige, von zahlreichen Demonstrationen begleitete Treffen demokratisch zu legitimieren, indem er sich für eine breit formulierte Demokratie- Klausel einsetzte und in seinen öffentlichen Erklärungen wiederholt betonte, dass internationale Regelwerke die Relevanz nationaler Regierungen nicht in Frage stellen dürfen. Präsident Bush zollte dem politischen Zentralthema der Demokratie ebenfalls seinen Tribut, gab jedoch zu verstehen, dass insbesondere die vielfach geäusserten Besorgnisse in den Bereichen Umweltschutz und Arbeitsstandards nicht zur Entschuldigung des Protektionismus dienen sollten. Pferdefuss des Yankee-Imperialismus Im Gegensatz zu Chrétien und vielen anderen Teilnehmern an der Gipfelkonferenz, welche demokratischen und sozialen Besorgnissen äusserst breiten Raum gaben, schien der neue Chef des Weissen Hauses eher geradlinig auf das Ziel der Ausdehnung des Freihandels auf die gesamte westliche Hemisphäre loszusteuern. Die seit über hundert Jahren von den USA unternommenen Bemühungen zur wirtschaftlichen Durchdringung des Doppelkontinents stossen nach wie vor im lateinamerikanischen Raum wie in Kanada auf öffentlich zum Ausdruck kommende oder unterschwellige Ressentiments, da skeptischere Beobachter hinter dem Freihandel oft den Pferdefuss des Yankee-Imperialismus zu sehen vermeinen. In Kanada ist die Bekehrung des liberalen Regierungschefs Chrétien zum Freihandel auch erst jüngeren Datums, da er noch als Oppositionsführer 1993 gegen den von seinem konservativen Vorgänger Mulroney abgeschlossenen nordamerikanischen Freihandelspakt Nafta zu Felde gezogen war. Hinter den Einwänden Chrétiens stand die Furcht vor dem völligen Aufgehen im amerikanischen Einflussbereich. In diesem Sinne scheint man in Ottawa trotz den jüngsten Bemühungen, Washington nach dem Mund zu reden und zum Beispiel auch in der Kubapolitik stärker auf die amerikanische Linie einzuschwenken, die von lateinamerikanischer Seite kommenden Einwände heimlich gar nicht so ungern zu sehen. >> Mehr dazu |
|||||
|
|||||
| Als in Zürich bekannt wurde, dass die Palästinenserin Leila Khaled als 1.-Mai-Rednerin auftritt, gab es Proteste - politisch von links bis rechts. Und nicht von ungefähr. Die heute 57-jährige Frau hatte sich als Flugzeugentführerin und Terroristin einen fragwürdigen Namen gemacht. Leila Khaled - eine politische Reizfigur, wird auch ein Thema für Luzern. Als Ouvertüre zu ihrem Zürcher Auftritt referiert sie am 28. April hier, im «Barfüesser»; auf Einladung der Linksorganisation Phase 1. Von ihr wird Leila Khaled als «Symbol der palästinensischen Revolution» genannt. «Luftpiratin» Kann man eine Frau öffentlich auftreten lassen, die selbst von den Organisatoren in der Einladung zu diesem Anlass unter anderem als «Luftpiratin» bezeichnet wird? Dazu befragte Luzerner Politikerinnen und Politiker stehen im Grossen und Ganzen der angekündigten Präsenz Leila Khaleds skeptisch gegenüber. Sie plädieren wohl rundwegs für eine längst fällige, gerechte Lösung der grossen Probleme der Palästinenser, überhaupt generell der Wirren im Nahen Osten; ob indessen ausgerechnet diese Frau mit ihrer Vergangenheit die richtige Person hierfür sei, dazu werden Fragezeichen gesetzt. FDP-Politiker und Grossstadtratspräsident Peter Brauchli beispielsweise findet es «problematisch und völlig daneben» einer Person wie Leila Khaled ein solches Podium zu bieten. Ihre Vergangenheit sei «zu belastend». Von «gemischten Gefühlen» angesichts dessen, was da ablaufen soll, spricht Rita Misteli, FDP-Fraktionspräsidentin im Grossen Stadtrat. Es sei unbedingt wichtig, dass zum aktuellen nahöstlichen politischen Geschehen die Stimme Palästinas gut gehört werde, betont sie. Für die Sache Palästinas wäre es indessen weitaus besser gewesen, eine andere Stimme als jene von Leila Khaled auftreten zu lassen, «nicht eine durch Terror belastete», bedauert die FDP-Politikerin. >> Mehr dazu! >> Unsere Medienmitteilung |
|||||
|
|||||
Mehrere Dutzend Aktivisten der Juso Schweiz haben am Montagmorgen vor dem Haupteingang der Roche eine Sitzblockade durchgeführt. Sie wandten sich damit gegen den Prozess mehrerer Pharmafirmen in Südafrika um billige Aids-Medikamente. Die Blockadeaktion dauerte von 9.30 Uhr bis gegen 12 Uhr, wie ein Juso-Sprecher sagte. Nach Juso-Angaben nahmen rund 40 Aktivisten daran teil. Danach zogen die Demonstranten mit Transparenten durch die Stadt Richtung Bahnhof.In dem Prozess in Südafrika wollen 39 Pharmafirmen ihren Patentschutz verteidigen, den sie durch den Import von Generika verletzt sehen. Die Demonstranten forderten mit ihrer Aktion, dass sich Roche als Klägerin zurückziehe und so «für weitere Pharma-Konzerne zum Vorbild» werde. >> Flugblatt der Aktion |
|||||
|
|||||
| Ich lernte Manfred Schlickenrieder 1994 durch meine Tätigkeit als Übersetzerin kennen. Da mich die scheinbare politische Ausrichtung seiner Arbeit ebenso interessierte wie das Medium Film, kam es nach und nach zu einer engeren Zusammenarbeit. Dadurch erhielt ich mehr Einblick in sein Tun als viele andere. Schon zu einem relativ frühen Zeitpunkt gab es einiges, was mir seltsam vorkam. Zunächst gelang es ihm, mir einzureden, dies sei auf meine mangelnde politische Erfahrung - insbesondere mit der "Praxis der 70er Jahre" - zurückzuführen. Mit der Zeit häuften sich die Verdachtsmomente (ich fand sogar Dokumente, die eigentlich für sich sprechen), aber ich brauchte noch lange Zeit, um sie wirklich zu verifizieren. Dies hat viele Gründe - beispielsweise achtete er sehr darauf, dass ich keine eigenen Kontakte zu Menschen aufbaute, die ich durch die Zusammenarbeit mit ihm kennenlernte; ausserdem redete er mir ein, wegen der übrigen gruppe 2-Mitglieder (die ich niemals kennenlernte) höchst konspirativ vorgehen zu müssen; und so weiter. Kurz und schlecht: er erreichte auf diese Weise, dass ich mit niemandem im Klartext über meine Zweifel sprach. Nachdem es mir im Sommer 2000 gelungen war, mir genügende Klarheit über seine Rolle zu verschaffen, übergab ich das (wenige!) Material, das ich kopiert hatte, den GenossInnen vom Aufbau. Im Nachhinein ist man immer klüger - heute weiß ich, dass ich bereits seit langem Beweise für seine Agententätigkeit hatte. Ich habe viele Fehler gemacht, und es ist für mich sehr schmerzhaft zu wissen, dass meine Gegenwart bei vielen Gelegenheiten seine Glaubwürdigkeit noch gestützt hat. Aber ich kann es heute leider nicht mehr ändern, sondern nur versuchen, nie wieder solche Fehler zu machen. Und ich bin fest überzeugt, dass mir das auch gelingen wird. Vor allem wünsche ich mir, das Vertrauen der Menschen zurückzugewinnen, die mir jetzt mit zwiespältigen Gefühlen begegnen. Und auch selbst irgendwann wieder vertrauen zu können. Ich bin gerne bereit, mich den Fragen von GenossInnen zu stellen - obwohl manches sehr schwer, mühsam und langwierig zu vermitteln sein wird. >> Diese Erklärung und eine umfassende Dokumentation samt vollständigem Pressespiegel zur Enttarnung des BND-Agendten Schlickenrieder findet ihr unter http://www.aufbau.org. |
|||||
|
|||||
| FTAA ist eine geplante Freihandelszone, die von Alaska bis Feuerland reichen soll, doch heute und morgen wird in Buenos Aires (Argentinien) dagegen protestiert. In Quebec soll vom 20. bis zum 22. April die Freihandelszone beschlossen werden, mit der ab 2005 sämtliche Handelsschranken in Nord- und Südamerika abgebaut werden sollen für den grenzenlosen Kapitalverkehr, aber für die Menschen bleiben die Grenzen bestehen. Heute treffen sich im argentinischen Buenos Aires die Finanz- und Außenminister der 34 Staaten Nord- und Südamerikas (mit Ausnahme Kubas) um die gesamtamerikanische Freihandelszone FTAA (spanisch ALCA) vorzubereiten. Zahlreiche argentinische Gruppen und Organisationen wollen heute und morgen protestieren gegen das Projekt eines gesamtamerikanischen Absatzgebietes für US-Konzerne, die sich noch mehr Billiglöhne und optimale Verwertungsbedingungen in den sweatshops der Exportzonen erhoffen. Ziel der Freihandelszone ist der Abbau sämtlicher Handelsschranken, eine Ausweitung des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA. Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sind sich einig, dass FTAA eine Kombination der schlimmsten Auswirkungen des NAFTA, des verhinderten Multilateralen Abkommens über Investitionen (MAI), das einst von der OECD geplant war und der Pläne der Welthandelsorganisation (WTO), deren jüngste Verhandlungsrunde an den Seattle-Protesten scheiterte.Bereits die Auswirkungen des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) zwischen den USA, Kanada und Mexiko, die am 1.1.1994 begann, sind verheerend, die ökonomische Abhängigkeit von den USA wurde vergrößert. In weiser Vorahnung starteten deshalb die Zapatistas ihren Aufstand am Neujahrstag 1994. Der gemeinsame Markt von Alaska bis Feuerland (FTAA) soll vom 20. bis 22. April in Quebec beim Gipfel von 34 amerikanischen Staaten feierlich beschlossen werden und im Jahr 2005 in Kraft treten. Vorgeschlagen wurde die Freihandelszone 1991 vom damaligen US-Präsidenten Bush, die Aufnahme der Verhandlungen wurde auf einem Gipfel im Dezember 1994 in Miami vereinbart. Die Verhandlungsfortschritte gestalteten sich seither schleppend, weil der Zeitplan des Zollabbaus umstritten ist. Die südamerikanischen Staaten, allen voran Brasilien, pochen auf eine Öffnung der abgeschotteten US-Märkte vor allem für Agrarprodukte.Die Opposition antikapitalistischer Gruppierungen gegen das FTAA richtet sich aber nicht plump gegen Konzernherrschaft und träumt nicht bloß von der Aufrechterhaltung der nationalstaatlichen Handelsschranken, auch wenn die Argumentation mancher NGOs sehr protektionistisch daherkommt. Im Gegensatz dazu verstehen sich Gruppen wie The Anti-Capitalist Convergence (CLAC) in Montreal als Teil eines Prozesses einer weltweit sichtbarer werdenden Globalisierungsbewegung, die grundsätzlich das jetzige Weltwirtschaftssystem in Frage stellt. Für Quebec haben deshalb antikapitalistische, antirassistische, feministische, ökologische und weitere Gruppierungen sowie NGOs nichts geringeres als ein zweites Seattle angekündigt. Die südamerikanischen Gruppen werden in Buenos Aires schon mal üben. http://www.nadir.org/nadir/initiativ/agp/new/ftaa/ftaadt.htm http://www.stopftaa.org http://www.a20.org http://www.freespeech.org/agp/ftaa La Convergence des Luttes Anti-Capitalistes (CLAC): http://www.quebec2001.net http://www.bloqueoalca.org http://argentina.indymedia.org feministische Aktion gegen Globalisierung: http://www.starhawk.org/activism/ftaa-deutsch.html |
|||||
|
|||||
| Die deutsche Botschaft wurde heute morgen (3. April 2001) gegen 1.30 Uhr von wuetenden DemonstrantInnen gegen Atomkraft angegriffen. Sie schrieben Parolen auf das Gebaeude und bewarfen die Vorderseite des Hauses mit rot-gruenen Farbbomben, um gegen die rot-gruene Koalition in der deutschen Regierung zu protestieren. Es sieht so aus, dass die Leute ihre goldenen Versprechen vergessen, wenn sie erst an der Macht sind! Solidaritaet mit allen Menschen, die den Castortransport zur Hoelle fuer den deutschen Staat und die Maenner und Frauen in Gruen gemacht haben, die versuchten, den Castor zu schuetzen. Stoppt den Castor ueberall! Tschuess, Kopenhagener AnarchistInnen gegen Atomkraft! castoraction@hotmail.com |
|||||
|
|||||
| Erinnern wir uns an die Diskussionen vor einem halben Jahr um das von Neonazis gemietete Lokal beim Unternehmer J. Albisser in Malters (Kanton Luzern). In der sogenannten Niebelungenhalle fanden internationale Nazikonzerte und Veranstaltungen statt. Herr Albisser hatte sich geweigert, trotz dem Druck der Öffentlichkeit, den Rechtsextremen zu kündigen. Geschlossen wurde der Raum schliesslich von der Feuerpolizei Malters. Der Gemeinderat versprach damals weitere Treffen von Neonazis nicht mehr zu tolerieren. Doch jetzt sind die Neonazis wieder da, beim selben Vermieter und im selben Lokal. Aber was wurde aus den Versprechungen des Gemeinderates? In Malters gibt es schon seit einigen Jahren eine rechtsextreme Szene die ständig wächst. Die Neonazis konnten und können sich immer noch ungestört in den Restaurants und Bars von Malters treffen. Denn sie sind ja ein gewohntes Bild geworden, das selbst dem Gemeinderat nicht verborgen blieb. Der Gemeinderat wollte aber erst etwas dagegen unternehmen, als Malters in schlechtes Licht zu rücken drohte. Als plötzlich der mediale Aufschrei durchs Land ging, dass internationale Nazikonzerte in der Grössenordnung von mehreren hundert Personen stattfanden, wollte man endlich etwas tun und gaukelte vor, gegen Rechtsextremismus zu handeln. Doch sollte nicht aus antifaschistischer Ideologie gehandelt werden, sondern aus reinem Eigennutz und im Dienste des ansässigen Kapitals. Das einzige Interesse des Gemeinderates bestand darin, den guten Ruf von Malters nicht zu verlieren und weiterhin Firmen und reiche Steuerzahler anzulocken, was in Interviews auch betont wurde. Der Gemeinderat hat seine Versprechen, die er einmal gab, anscheinend vergessen. Wichtig war ihm immer nur, dass die Geschichte so bald wie möglich in Vergessenheit gerät! Nichts ist mehr zu verspüren von dem Druck auf die Neonazis. Doch war etwas anderes zu erwarten? Wie auch immer, es hat sich nichts verändert, deshalb ist erneuter Druck der Öffentlichkeit wichtig, um die Neonazis endgültig zu vertreiben! Und zwar nicht nur in Malters, sondern überall dort, wo Menschen zusammenleben. Bleiben wir nicht still, sondern machen Malters wieder zu einem Gesprächsthema, denn Faschismus tötet! Auf staatliche Hilfe zu hoffen ist der falsche Weg. Der Staat verfolgt stest seine eigenen Interessen und nicht die unseren. Darum lasst uns lieber auf unsere eigene Stärke vertrauen, denn Solidarität ist unsere stärkste Waffe. |
|||||
|
|||||
| Das Auftreten der Nationalen Befreiungsarmee hat die brüchigen Grundfesten Mazedoniens, des jüngsten Staates auf dem Balkan, erschüttert, welchem es in den zehn Jahren zu gelingen schien den Ausbruch eines Konfliktes zu vermeiden, der droht in einen Bürgerkrieg zwischen den Albanern und den Mazedoniern zu führen. Wir würden es in diesem Fall zum ersten Mal mit einem Konflikt zwischen diesen zwei Nationen zu tun haben, welche in der vergangenen Geschichte keine kriegerischen Erfahrungen machten. Diese neue Armee wurde mit der gleichen Logik des Modells der Befreiungsarmee Kosovas und der Befreiungsarmee von Presheva, Medvegja und Bujanovc organisiert. Der Unterschied zu denen besteht nicht so sehr in der Art und der verwendeten Taktik, sondern in deren Ziel. Den Erklärungen und den von den Kommandanten und ihren politischen Sprechern gegebenen Interviews ist zu entnehmen, dass die räumliche Ausdehnung und die Handlungen dieser Organisation sich nicht auf den ganzen albanischen Raum ausdehnt, sondern sich auf das westliche Territorium Mazedoniens beschränkt, wo die Albaner die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung ausmachen. Noch weiss man nicht genau wer hinter der Organisierung der UÇK steht und wieso die angestellten Vermutungen, verbunden mit diesem Problem, so vielfältig sind. >> Mehr dazu!! |
|||||
|
|||||
|