In dieser Rubrik geben wir denen eine Stimme, die sonst nicht zu Wort kommen. Schickt also Eure Presse-Communiqués, Flyers, etc. an news@phase1.net.Wir werden sie hier veröffentlichen.Die News-Redaktion ist sich bewusst, dass es eine "objektive Berichterstattung" nicht geben kann. Sprache und Wertvorstellungen zeugen vom politischen Standpunkt des Autors bzw. des Mediums. Es sei deshalb darauf hingewiesen, dass auf der News-Seite teils auch Beiträge aus bürgerlichen Medien ihren Platz einnehmen, deren Gehalt an Information wir als sehr hoch einschätzen. Wir distanzieren uns aber von der Sprache und der Ideologie, welche in diesen Artikeln zum Ausdruck kommt.
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| Zwischen 6000 und 7000 Bauarbeiter beteiligten sich am Montag an einem nationalen Protesttag. Sie wollten damit Druck machen für ihre Forderung nach frühzeitiger Pensionierung mit 60 Jahren und mehr Lohn. Die Gewerkschaften Bau und Industrie (GBI) sowie Syna verliehen ihren Forderungen nach einem verbesserten Landesmantelvertrag (LMV) am Montag mit einem nationalen Aktionstag Nachdruck. Nach Auskunft von GBI-Sprecher Rolf Beyeler nahmen landesweit deutlich mehr als die 5000 erwarteten Leute am Protest teil. Nach ersten Schätzungen beteiligten sich 6000 bis 7000 Bauarbeiter an den Protestveranstaltungen. Gesamtschweizerisch waren rund 300 Baustellen betroffen. «Unser Aktionstag ist sehr gut angelaufen», zeigte sich Beyeler erfreut. «Und dies trotz des Versuchs der Arbeitgeber, uns von den Baustellen fernzuhalten.» So lag etwa eine Neat-Baustelle im Tessin am Montagmorgen still. In Zürich folgten rund 300 Bauarbeiter dem Aufruf zum nationalen Protestag der GBI. In Basel nahmen rund 200 bis 300 Bauarbeiter an der Protestversammlung teil. In Bern begann der nationale Aktionstag mit zunächst rund 50 Leuten, später zogen mehrere Hundert durch die Stadt. Die Bieler Bauarbeiter begaben sich nach einer kurzen Aktion in Biel per Schiff nach Neuenburg, wo sie sich im Schulterschluss mit der Romandie auf der Arteplage in gemeinsamer Kundgebung solidarisierten. Die Bieler Baustellen waren damit alle lahmgelegt. In Genf ruhte die Arbeit auf 90 Prozent aller Baustellen. Die Bauarbeiter kämpfen für 250 Franken mehr Lohn für alle, für verkürzte Arbeitszeiten sowie vor allem für die frühzeitige Pensionierung mit 60 Jahren. Dies im Rahmen eines neuen LMV. Die Verhandlungen darüber gehen am 23. November weiter. Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) will sich durch die Protestaktionen nicht einschüchtern lassen. Vielmehr halte er an seiner bisherigen Offerte einer Lohnerhöhung von 2,5 bis 3 Prozent fest. Nebst der Reallohnerhöhung könne auch über einen flexiblen Altersrücktritt diskutiert werden. Zudem will der SBV laut Mitteilung gegen die Gewerkschaftsfunktionäre wegen Verletzung der Friedenspflicht klagen, falls es beim Protest zu Störaktionen von Baustellen und zu Streiks kommen sollte. |
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| Rund 5000 Globalisierungsgegner haben am Samstag in Genf gegen die WTO-Runde in Katar sowie die US-Angriffe auf Afghanistan protestiert. Einige Demonstranten versuchten zum WTO-Hauptsitz vorzudringen. Es kam zu geringen Sachbeschädigungen. Zahlreiche Redner sprachen sich gegen die Umsetzung der Marktgesetze auf Kosten der Ärmsten aus. «Gott ist tot. Die WTO ersetzt ihn», unterstrich ein Transparent die von den Demonstranten vertretene Meinung, dass die in Genf ansässige WTO-Organisation zwar unsichtbar, aber übermächtig sei. Der grüne Neuenburger Nationalrat Fernand Cuche, der in der vergangenen Woche die Blockierung der Verteilzentren von Migros und Coop initiiert hatte, rief Bauern und Städter dazu auf, sich gegen die Vereinnahmung durch die Globalisierung zu vereinen. |
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| «Une solution excellente», eine exzellente Lösung, habe man gefunden, sagte Bundesrat Pascal Couchepin am Montagmorgen nach einer Aussprache zum Weltwirtschaftsforum (WEF). Die Ergebnisse der Sitzung sollen aber erst am Mittwoch an einer Pressekonferenz in Bern bekannt gegeben werden. Am Montag wurde in einem Communiqué der Bundeskanzlei lediglich mitgeteilt, dass sich «alle Seiten auf den Standort des WEF 2002 sowie der folgenden Jahre geeinigt» hätten. Offene Sicherheitsfragen Wie die «exzellente» Lösung aussieht, zeigen Recherchen des «Tages-Anzeigers». Die Parteien - die Bundesräte Couchepin, Schmid, Metzler und Deiss, der Bündner Regierungsrat Klaus Huber, der Davoser Landammann Erwin Roffler und WEF-Präsident Klaus Schwab - haben sich an ihrer Sitzung im Bundeshaus darauf verständigt, das WEF 2002 ausnahmsweise in New York durchzuführen. Man wartet aber noch auf die Antwort der US-Behörden, ob sie die Sicherheit gewährleisten können. Diese Antwort soll spätestens in der Nacht auf Mittwoch eintreffen. Falls die Option New York nicht zu Stande käme, würde das WEF wie bis anhin auch nächstes Jahr in Davos abgehalten. WEF-Direktor André Schneider wollte zu den Optionen keine Stellung nehmen und verwies auf die Orientierung vom Mittwoch. Eine Pressekonferenz des WEF von heute Dienstag wurde abgesagt. Zum gestern diskutierten Konzept gehört die Absicht, das Forum ab dem Jahr 2003 in jedem Fall wieder an seinem traditionellen Standort Davos zu veranstalten. Alle Seiten gewinnen Mit dem WEF in New York könnte Forumspräsident Klaus Schwab ein Zeichen für den Dialog und gegen den Terrorismus setzen. Er selbst weilte während des Attentats vom 11. September in der Stadt. Ein einmaliges Gastspiel in New York käme allen Seiten entgegen: Das WEF könnte sein Forum durchführen. Dies ist für die Organisation aus finanziellen Gründen existenziell. Inhaltlich würde sich das Forum in New York als prominente Diskussionsplattform profilieren. Das führte zu einem Imagegewinn, zumal schon nach dem 11. September das Veranstaltungsprogramm umgekrempelt worden war. Es soll jetzt dem Zusammenleben der Kulturen gewidmet sein. Die Bündner wiederum hätten ein Jahr mehr Zeit, das WEF-Konzept zu erneuern. Bisher hatte alles darauf hingedeutet, dass die Zeit für den Wechsel von einem eingebunkerten zu einem offenen Davos zu kurz ist. New York schliesslich würde in einer schwierigen Zeit einen prestigereichen Anlass erhalten. |