In dieser Rubrik geben wir denen eine Stimme, die sonst nicht zu Wort kommen. Schickt also Eure Presse-Communiqués, Flyers, etc. an news@phase1.net.Wir werden sie hier veröffentlichen.Die News-Redaktion ist sich bewusst, dass es eine "objektive Berichterstattung" nicht geben kann. Sprache und Wertvorstellungen zeugen vom politischen Standpunkt des Autors bzw. des Mediums. Es sei deshalb darauf hingewiesen, dass auf der News-Seite teils auch Beiträge aus bürgerlichen Medien ihren Platz einnehmen, deren Gehalt an Information wir als sehr hoch einschätzen. Wir distanzieren uns aber von der Sprache und der Ideologie, welche in diesen Artikeln zum Ausdruck kommt.
|
|||||
| Nach Angaben des Nachrichtensenders CNN sollen die militärischen Aktionen der USA und Grossbritanniens mehrere Tage lang fortgesetzt werden. Das habe ein hochrangiger Mitarbeiter des US-Verteidigungsministeriums erklärt. Die Militäraktion wird nach Angaben des britischen Aussenministers Jack Straw «Wochen» dauern. Die Aktion sei «sicherlich keine Angelegenheit von Tagen, es sei denn, ein spektakuläres Ereignis tritt ein», sagte Straw am Montagmorgen im britischen Rundfunksender BBC. Die Angriffe zielten auf «militärische und terroristische Ziele in Afghanistan», fügte Straw hinzu. Die USA und Grossbritannien haben in der Nacht auf Montag drei Angriffswellen gegen Afghanistan ausgeführt. Über Todesopfer und Sachschäden gibt es nur widersprüchliche Angaben. Die Taliban schossen nach eigenen Angaben während der US-Angriffe mindestens ein Flugzeug ab. Es gebe «Gerüchte», wonach die Luftabwehr in der Nacht zu Montag noch drei weitere Flugzeuge getroffen hätte, sagte der Taliban-Botschafter. Das US-Verteidigungsministerium dementierte diese Angaben. Bei den Luftangriffen der USA auf Ziele in Afghanistan sind nach Angaben der afghanischen Nachrichtenagentur AIP mindestens 25 Menschen getötet worden. Die Angriffe stiessen weltweit überwiegend auf Rückhalt. Der Generalkonsul der afghanischen Taliban-Regierung in Pakistan, Maulwi Nadschibullah, sagte Montagmorgen, es gebe Opfer sowohl in der Hauptstadt Kabul als auch in Kandahar und Jalalabad. Zehn Menschen seien nahe des Kabuler Flughafens getötet worden; zehn weitere am Sitz des Taliban-Senders Radio Scharia, berichtete die in Pakistan ansässige AIP. Fünf Taliban-Mitglieder seien auf dem Luftwaffenstützpunkt Schin Dand in der westafghanischen Provinz Farah an der Grenze zu Iran getötet worden. Die Agentur machte keine Angaben, ob es sich bei den Opfern in Kabul um Zivilisten handelte. Das iranische Radio berichtete, amerikanische Flugkörper seien in bewohnten Gebieten Afghanistans gelandet. Dementsprechend dürften weit mehr als 20 Menschen unter der Zivilbevölkerung getötet worden sein, hiess es in einer Reportage aus dem Norden Afghanistans. Der britische Aussenminister Jack Straw erklärte am Montagmorgen in London, die Angriffe hätten «erheblichen Schaden an den Zielen - nicht neben den Zielen» verursacht. Er habe mit UN-Generalsekretär Kofi Annan gesprochen und ihm versichert, dass bei den Angriffen sehr sorgfältig gezielt werde und die Aktionen angemessen sein müssten. Unter den an den Angriffen beteiligten britischen Soldaten habe es keine Toten gegeben, sagte Straw. Der pakistanische Militärmachthaber Pervez Musharraf erklärte in Islamabad, er habe Zusicherungen erhalten, wonach die westlichen Militäraktionen gegen Afghanistan «kurz» und «zielgerichtet» sein und «Kollateralschäden» soweit möglich vermieden würden. Auch die oppositionelle Nordallianz sprach von «treffgenauen» US-Angriffen auf Taliban-Einrichtungen. Nach Angaben der oppositionellen Nordallianz wurden Taliban-Einrichtungen in Jalalabad im Osten, in Farah im Westen und in Kundus im Norden des Landes nahe der Grenze zu Tadschikistan getroffen. In Kabul seien der Flughafen, der Präsidentenpalast und das Gebäude des nationalen Rundfunks angegriffen worden. In Kundus sei ein Behelfsflugplatz zerstört worden. Die Taliban erklärten, sie wollten als Reaktion auf den «Terrorakt» im Morgengrauen das US-freundliche Nachbarland Usbekistan angreifen. |