
Luzern, den 5. März 2003
Einladung zu einer Medienkonferenz am 10. März 2003, 11.00, Boa-Kulturzentrum, Geissensteinring 41, Luzern.
VERZICHT AUF US-AMERIKANISCHE PRODUKTE WELTWEIT
LUZERNER AUFRUF GEGEN DEN KRIEG
Die Luzerner politische Organisation Phase 1, die in der Globalisierungsbewegung verankert ist, organisiert eine Kampagne zum Verzicht auf den Konsum und den Verkauf US-amerikanischer Produkte. Sie hält wirtschaftlichen Druck auf US-amerikanische Unternehmen für ein taugliches Mittel gegen den drohenden Krieg.
In wenigen Tagen oder Wochen werden die USA und ihre Verbündeten den Irak mit Krieg überziehen. Vorgeschobener Grund ist die Entmachtung eines Diktators, der über Massenvernichtungswaffen verfügen soll, Massenvernichtungswaffen, wie sie zu Tausenden in den Arsenalen der USA und anderer kriegerischer Mächte lagern.
Eigentliches Kriegsziel ist jedoch die Kontrolle über die riesigen irakischen Erdölreserven durch die USA und die Installation eines Vasallenregimes in Irak, ähnlich wie in Afghanistan. Dutzende von Diktatoren und Regierungen auf der ganzen Welt knechten ihre Bevölkerung, aber die meisten von ihnen sind mit den USA verbündet und können Menschenrechte verletzen oder Massenvernichtungswaffen besitzen, ohne dass sie mit Krieg überzogen werden.
Es geht nicht darum, das Überleben eines Diktators zu ermöglichen, es geht darum, Millionen von unschuldigen Menschen wie du und ich vor dem todbringenden Krieg zu bewahren. Leiden wird das irakische Volk, genauso, wie die Völker in der Vergangenheit schon unter dem Krieg gelitten haben, seit Jahrhunderten, zu Zeiten des nationalsozialistischen Terrors und den vielen mit Massenvernichtungswaffen geführten Kriegen danach. Menschen, die in der humanistischen Geistestradition stehen haben sich schon immer gegen den Krieg gewehrt. Kein Mensch soll sagen können, er hätte von nichts gewusst.
Verzicht auf den Konsum und den Verkauf us-amerikanischer Waren ist ein taugliches Mittel, um Druck auf die US-Regierung auszuüben, den Krieg nicht zu beginnen oder ihn zu beenden. Der Friedensforscher Galtung hat in einer wissenschaftlichen Analyse festgestellt, dass schon ein Einbruch von 3 % beim Verkauf US-amerikanischer Produkte die amerikanischen Firmen dazu bringen wird, Druck auf ihre Regierung auszuüben, weil sie nichts so sehr fürchten, wie den Verlust von Marktanteilen.
Phase 1 ruft die Bevölkerung auf, zum Protest gegen den Krieg um Erdöl, ab sofort keine US-amerikanischen Produkte mehr zu kaufen und die Verkäufer solcher Produkte darauf aufmerksam zu machen, dass auch sie mit dem Verkauf dieser Produkte helfen, den Krieg zu finanzieren.
Anschliessend an die Medienkonferenz findet eine Podiumsdiskussion statt.
<<-- zurück
nach oben
|
|