Komitee «Pro Industriestrasse»
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MEDIENMITTEILUNG
Luzern, 22. Februar 2002
Referendum für eine lebendige Industriestrasse wird heute bei der Stadtkanzlei eingereicht
Die faule Argumentation von Baudirektor Kurt Bieder
Sehr geehrte Medienschaffende
Innert kürzester Zeit ist es gelungen die notwendigen Unterschriften für das Referendum gegen die Umzonung des Industriestrassen-Areals zu sammeln; heute um 11 Uhr wird das Referendum bei der Stadtkanzlei eingereicht. Damit wird das Volk das letzte Wort haben zur dort geplanten Mega-Überbauung.
Der schnelle Sammelerfolg war nur möglich, weil das Referendum bei der Luzerner Bevölkerung auf breite Akzeptanz gestossen ist. Anders beim freisinnigen Baudirektor Kurt Bieder: Er scheint den Volksentscheid so zu fürchten, dass er sich nicht zu schade ist, eine der unteren seiner argumentativen Schubladen zu ziehen. Mit einer faulen und fadenscheinigen Argumentation versucht er, die InitiantInnen des Referendums zu diffamieren und die Bevölkerung in die Irre zu führen. Die bestehende Zonenordnung für das Areal widerspreche der aktuellen Nutzung durch Gewerbetreibende und Kulturschaffende, argumentiert er. Wenn das Referendum an der Urne Erfolg habe, dann sei auch die derzeitige Nutzung nicht mehr möglich.
Kurt Bieder verschweigt, dass die Umzonung des Areals beschlossen wurde, damit auf dem Areal ein riesiger Neubaukomplex aus dem Boden gestampft werden kann. Er verschweigt ebenfalls, dass damit die heute lebendige Industriestrasse einem toten Bürokomplex und Lagerräumen weichen müsste. Und er verschweigt drittens, dass das Referendum gegen die Umzonung die einzige Möglichkeit ist, um die geplante Mega-Überbauung zu verhindern.
Dabei ist es völlig klar, dass das Referendum zum Ziel hat, den heute bestehenden Freiraum für kleine Gewerbetreibende und Kulturschaffende zu erhalten. Falls die StimmbürgerInnen diesem Ansinnen folgen werden, wird es sich Kurt Bieder kaum leisten können, dieser langjährigen Nutzung eine Ende zu setzten und damit den Volkswillen mit Füssen zu treten. Dies wäre nämlich ein Eigentor für Kurt Bieder und nicht für die InitiantInnen des Referendums.
Heute um 11.00 Uhr werden die Referendumsunterschriften von «Biedermännern» bei der Stadtkanzlei (Hirschengraben 17) eingereicht.
Mit freundlichen Grüssen
Phase 1
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